ein Frosch mit Mohnblumen-Motte.
Sonntag, 19. August 2012
Ein neues Spielzeug
ist auf meinem iPad gelandet: das app paper 53.
Ich hab's gleich ausprobiert, es sind die ersten Skizzen.
![]() |
| Das Schöne ist der unschuldige Anfang, man hat noch keine Manierismen drauf. |
Das ist der Jäger aus Kurpfalz mit einer verhaltenen Sonne und einem Wandervogel.
Und zum Schluss die Schöne Frau im Biergarten, die schwer gelangweilt ist. Und leicht verschwommen.
Sonntag, 12. August 2012
Wie Prinzessin Isa Königin wird
3. und letzte Folge
Isa
blieb auf dem Boden zurück und sprach zu sich selbst: Sei nicht traurig, Isa, denn
die beiden passen viel besser zusammen. Was soll der junge Gärtner auch mit
einem Plumpsack wie mir anfangen. Jetzt ist er glücklich mit der schönen Bella
Basilea. Aber er war nicht glücklich. Der junge Gärtner verdorrte fast wie ein
Baum ohne Wasser. Er wurde grau und alt. Als die Zauberin von ihm genug hatte, warf
ihn aus dem Nest. Da lag er nun wie tot und atmete kaum. Er dauerte Isa so
sehr. In ihrer Not erinnerte sie sich an die Kröte. Hilf mir!, rief sie. Hilf,
alte Kröte, damit der Gärtner wieder gesund wird.
Da
quarrt es laut und Isa hört die Stimme der Kröte rufen: So soll es sein, der
Gärtner soll wieder jung, schön und käftig werden. Und du selbst bist nun eine Königin.
Da
wurde der Gärtner wieder jung und schön und Isa ebenso. Ihr graues, hartes Kleid
wurde leicht und weich und die Fäden tanzten und flirrten froh. Der Gärtner setzte
sich auf und strich Isa übers Haar. Dabei fand er den Strohhalm und zog ihn
heraus. Jetzt war Isa wieder klug und mit sich zufrieden. So ist es also, wenn man
Königin geworden ist, sagte sie.
Bella
Basilea aber war keine Königin mehr. Sie saß in der Esche am Rand ihres Nests
und schrie wie eine Elster. Dann dann fiel sie herunter wie ein welkes
Eschenblatt, und der Wind trieb sie weit fort.
Isa
und der Gärtner aber nahmen sich bei der Hand und wanderten zurück zum Schloss.
Sie zogen ins Gärtnerhaus und wurden ein glückliches Paar. Sie bekamen viel Kindern,
die wie junge Bäume, Blumen und Gemüse heranwuchsen.
Und
wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.
Freitag, 10. August 2012
Märchen von der Prinzessin, die Königin werden wollte
Folge 2
Aber wo waren die Ungeheuer? Der Bach war breiter geworden und mündete in einen Weiher. Im Schilf saß eine Kröte, die war braun, breit und hässlich. Trotzdem, Isa konnte sie ja mal fragen, ob sie wisse, wie man Königin wird. Die Kröte wusste es leider auch nicht. Aber vielleicht könnte die Prinzessin sie streicheln? Sie sehnte sich so danach. Uuh, Isa gruselte es, aber sie überwand sich und berührte die Kröte und da war sie trocken und warm. Isa spürte das Krötenherz pochen, das rührte sie so, dass sie die Kröte sanft streichelte. Du hast mich glücklich gemacht, sagte die Kröte. Wenn du einmal in Not bist, rufe mich. Ich werde dir helfen.
Prinzessin Isa verabschiedete sich und ging wieder weiter bis sie in eine Ödnis kam. Steine häuften sich, Dornenranken wanden sich durchs verdorrte Gras und Nesseln standen mannshoch. Da näherte sich Prinzessin Isa einem großen Baum, es war eine Esche, die inmitten der Ödnis stand und sah eine Frau vom Baum herunter schweben. Sie war edel und schön, ihre Augen strahlten, der Mund lächelte fein, die Hände waren schmal, die Finger lang und zart und ihr Kleid schimmerte in allen Farben. Gewiss war sie eine Königin. Endlich hatte Isa jemand gefunden, den sie fragen konnte. Ich bin Prinzessin Isa, sagte sie, und du bist sicher eine Königin. So wie du will ich auch werden. Bitte, sag mir, was ich tun muss.Gut, dass du gekommen bist, sprach die schöne Frau. Ich bin Bella Basilea und will gerne deine Ratgeberin sein. Sie war aber eine böse Zauberin, die die Prinzessin nur ausnützen und verderben wollte. Als erstes musst du dein Prinzessinnenkrönchen ablegen, sagte sie, das passt nun nicht mehr. Sie nahm Isa das Krönchen ab und steckte ihr dabei heimlich einen Strohhalm ins Haar, den sie mit einem Zauber fest verknotete.Jetzt war Isa keine Prinzessin mehr. Aber warum nur fühlte sie sich plötzlich so dumm, während Bella Basilea so klug war und sicher alles wusste. Sie fragte Isa: Wer, glaubst du, ist das klügste Tier der Welt? Isa meinte es sei der Maulwurf, denn dem kamen ihre Gärtner nicht bei. Da lachte die Zauberin herzlich. Weißt du nicht, dass der Adler das klügste Tier ist, sagt sie. Er fliegt hoch oben und sieht alles was unten auf der Welt geschieht.Natürlich, der Adler. Isa sank vor Scham in den Boden. Als ihr Bella Basilea heraushalf, war Isas Prinzessinnenkleid schmutzig und verdorben. Isa fand sich nun hässlich und sah ganz genau, wie schön das Kleid der Basilea war; sie trug es mit Anmut und Würde. Es war eigentlich nicht recht zu sehen, so sehr flirrte es, als ob die Fäden im Stoff tanzten.So eines will ich auch, sagte Isa. Es ist ein Königinnenkleid.Ich schenke es dir, wenn du mir dafür deines gibst, sagte die Zauberin. Isa wunderte sich, dass sie das schmutzige Prinzessinnenkleid haben wollte. Bella Basilea zog ihr Flimmerkleid aus und gab es Isa. Und als es anzog, hörten die Fäden auf zu flirren und zu tanzen, der Stoff wurde hart, grob und grau. Bella Basilea aber sah so jung wie eine Prinzessin aus. Isa war verzweifelt.Hab Geduld, sagte die Zauberin. Es wird noch eine Weile dauern, bis du eine richtige Königin wirst. Ich muss nun fort. Wenn ich wieder komme, soll der Palast sauber sein.
Fortsetzung folgt
Sonntag, 5. August 2012
Die Krabben-Kröte
Also,
mit der Kröte wollte ich weitermachen. Noch eine modellieren. Hier ist sie, auf
dem Pfosten. Sie hat Hörner bekommen, Ohren und einen Vogelschnabel. Sie gefiel
mir aber nicht, weil sie so im Formalen hängen blieb. Keine Lebendigkeit mehr.
Daraufhin
hab ich mir eine breite Kröte vorgestellt, mit einem Maul, so breit wie beim
berühmten Breitmaul-Frosch. Als es soweit war, brauchte sie noch Beine, die zu Scheren
wurden, weil die Kröte immer mehr nach Krebs aussah, so einem Zwick-Vieh. In
einem Tierbuch nachgeschaut, da stand: Krabbe. Na, warum nicht. Voilá, da ist
sie:
Und
das Märchen? (Für Inge, damit sie was zum Lesen hat :-))
Das fängt so an:
Es
war einmal eine Prinzessin namens Isa, die wollte so gerne Königin werden. Sie
fand, es sei höchste Zeit, weil ihr so langweilig und sie auch nicht mehr die
Jüngste war. Aber Prinzessin Isa wusste nicht, wie man eine richtige Königin
wird. Ihre Eltern waren schon lange tot, aber nun fingen sie an, im Thronsaal aus
ihren Portraits an der Wand zu sprechen.
Ohne
König kannst du nicht Königin werden, sagte ihr Vater, du brauchst dazu einen
Mann. Und ihre Mutter rief: Was immer geschieht, Kind, denk an mich.
Papperlapapp!,
sagte Prinzessin Isa. Gerade als sie die Stufen zum Thron besteigen wollte,
schrak sie zurück. Wie es hier aussah, so hässlich und voller Gerümpel.
Verstaubt war der Thron, Motten nisteten in den Schabracken, der Teppich war von
Mäusen zerfresssen, Konsolen und Beistelltischchen wackelten, die Spiegel waren
erblindet, Stuck bröselte von der Decke und in den Prunkvasen waren die Blumen vertrocknet
und von Spinnweben bedeckt. Nein, hier wollte Prinzessin Isa nicht bleiben,
hier konnte sie keinesfalls Königin sein und ihr Reich regieren. Sie musste heraus!
Prinzessin Isa öffnete die Flügeltür zur Terrasse und lief über den geharkten
Kiesweg bis ans Ende des Parks, wo das Gärtnerhäuschen stand. Die Gärtner, es waren ein alter und ein junger,
verbeugten sich vor ihr und sangen: Rosen, Tulpen, Nelken, alle Blumen welken,
nur die nicht und die heißt? ... Na, Prinzessin Isa, wie heißt sie denn?
Petunie,
sagte Isa. Nein? Na, dann Männertreu, hm, oder Ehrenpreis?
Vergissmeinnicht,
ächzte der alte Gärtner und der junge lachte.
Nein,
sagte Prinzessin Isa, ich vergess euch nicht. Aber wisst ihr vielleicht, wie
man eine richtige Königin wird? Das wussten sie leider auch nicht. Denk an
deine Frau Mutter, sagte der alte Gärtner. Die war eine so gute und brave
Königin.
Nein,
sagte Isa, so eine will ich nicht werden, tut mir leid. Und damit lief sie
weiter. Bleib hier!, rief der alte Gärtner, wo willst du hin?
Hinaus,
rief die Prinzessin, hinaus ins Freie. Vielleicht gibt es dort jemand, der weiß
wie man Königin wird, ohne gut und brav zu sein oder einen König heiraten zu
müssen.
Im Freien
ist es wild und gefährlich, warnte der alte Gärtner. Es gibt Stacheln und
Dornen, es sollen dort sogar Ungeheuern sein und eine böse Zauberin.
Pah,
Prinzessin Isa wollte sich nicht entmutigen lassen. Es war gar nicht leicht,
die verrostete Pforte zu öffnen, die unter Efeu verborgen in der Schlossmauer versteckt
war, aber der junge Gärtner half ihr dabei. Er schaute ihr lange nach. Ein Weg
führte zu einer Wiese, die kein gemähter Rasen war, sondern wilde Blumen trug. Ein
kleiner Bach begleitete Isa eine Weile. Der dunkle Wald lag in der Ferne und dahinter
ragten hohe Berge in den Himmel. Isa wanderte darauf zu.
Fortsetzung folgt...
Dienstag, 31. Juli 2012
Die Kröte
Zur Zeit beschäftigt
mich die KRÖTE. Ihre Symbolik: Sie ist mit dem Weiblichen verbunden, mit der Erde und dem
Weiher/Wasser/Sumpf, in dem ihre Eier reifen. Sie hat eine Form wie der Uterus und deshalb kommt sie auch als Fürbitten-Gestalt um Kindersegen in den Marien-Kapellen vor.
Das ist die erste, die
ich modelliert hab, sie ist etwa 6 cm hoch. Eine andere ist in Arbeit und eine
dritte hab ich im Kopf.
Das vergangene
Wochenende war ich in München und hab an einem Märchenseminar bei Jürgen vom
Scheidt teilgenommen. Es war hochspannend. In meinem Märchen will eine
Prinzessin, die dafür schon ein wenig zu alt geworden ist, endlich Königin
werden. Nur, wie geht das? Die toten Eltern sprechen aus ihren Portraits, der
Vater sagt, sie solle heiraten, ohne König kann sie keine Königin sein. Ach ja?
Und ihre Mutter meint, sie solle immer an sie denken. (Sie war ja so eine brave
Frau). Nein, so geht’s nicht für Prinzessin Isa. Sie verlässt das Schloss und
geht in die Welt hinaus, um jemand zu finden, der weiß wie man (frau) Königin
wird. Geh nicht in die wilde, ungepflegte Welt hinaus, rufen die Gärtner an der
Schlossmauer zu. Aber Prinzessin Isa will sich nicht entmutigen lassen und
öffnet die Pforte. Draussen begegnet ihr nach einiger Zeit eine Kröte an einem
Teich, die will gestreichelt werden. Das fällt Isa nicht leicht, aber dadurch
wird ihr später, als sie sich in ihrem Schicksal verstrickt, Hilfe zuteil ...
Aber soweit bin ich
noch nicht. Es war auch Jürgen vom
Scheidt, der mich ermutigt hat, meinen blog weiter zu führen. Also, ich will’s
probieren.
Fortsetzung folgt ...
Montag, 2. Juli 2012
Sommerpause?
Leider hab ich schon lange nichts mehr in meinen Blog eingestellt. Es war eine Mischung aus Erschöpfung vom Büchl-Machen, Venus und ihre Schwestern, und auch Faulheit. Bei flickr gehts leichter, man lädt einfach ein Foto hoch und schreibt eine Überschrift dazu, das war's dann schon. Und wird auch noch belohnt durch nette Kommentare.
Und was soll ich jetzt rein stellen?
Vielleicht das eine oder andere Sommer-Balkon-Bild, zum Beispiel dieses da:
Ich hab in fast alle Kästen und Töpfe einen Kapuzinerkresse-Samen reingesteckt. Meistens sind sie aufgegangen und behaupten sich, manche wuchern, andere kümmern vor sich hin. Bei den Kümmerern krieg ich eine Abneigung, ja, eine Wut und reisse sie aus. Weg damit in den Kübel!
Hier nun die erste, nein, die dritte Blüte. Die zwei anderen wachsen so um die Ecke rum, dass ich sie nicht fotografieren kann. Ich mag die Üppigkeit der Pflanze, diese dunkelgrünen Blätter und die grelle Blüte. Heftig ist die Kapuzinerkresse.
Wie gehts euch mit euren Pflanzen, habt ihr einen Balkon oder eine Terrasse oder gar einen Garten? Ich bin neugierig darauf!
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